Wo kann man beim Hausbau sparen? – So gehst du die Variante DIY an

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Auch heute wieder eine freundliches „Hallo“ an alle Bauinteressierten.

Die Zinsen sind gestiegen, die Hauspreise steigen fast vierteljährlich … aber der Wunsch, ein eigenes Zuhause zu bauen, besteht noch immer. Doch wie soll man sich das alles leisten?

Da beginnen viele zu überlegen, was man am eigenen Haus alles selbst machen kann. Das ist logisch, hier kann man Geld sparen. Mein ganz klarer Tipp ist: beschränken Sie sich zuerst auf die Gestaltung der Außenanlagen und den finalen Innenausbau, wie z.B. Malerarbeiten und Fußbodenbelag.

Es kommt immer auf den Anspruch an, den Sie an die Qualität der ausgeführten Arbeiten haben. Ich denke, es kann jeder nachvollziehen, dass ein ausgebildeter Fußbodenleger, der den Job täglich ausübt, mehr Erfahrung darin hat und die Arbeit besser ausführen kann, als wenn ich mich vielleicht zum ersten Mal darin versuche, Laminat zu verlegen. In so einem Fall würde ich mir immer Rat von jemandem holen, der so etwas schon einmal gemacht hat. Das spart oft nicht nur Nerven, sondern auch Zeit. Es gibt spezielle Produkte, die auf die DIY-Interessenten zugeschnitten wurden (bspw. Klickvinyl oder Klicklaminat) und entsprechend einfach in der Anwendung sind.

Die Malerarbeiten haben aus meiner Sicht das größte Potential, selbst erledigt zu werden. Ich habe mir einfach einen Tellerschleifer und einen Absauger aus dem Baumarkt gemietet und das gesamte Haus (Wände und Decken) 1x durchgeschliffen. Danach habe ich die Wände gewissenhaft grundiert. Das bindet den Staub und gerade bei Gipsputz verhindert es das zu schnelle Trocknen des Klebers. Zusammen mit meiner Frau haben wir sämtliche Decken und Wände mit Zellulosevlies beklebt. Das wirkt rissüberbrückend, ist der ideale Untergrund für bspw. Strukturputz und lässt sich sehr gut verarbeiten.

Bei den Außenanlagen ist bezüglich der Pflasterarbeiten Vorsicht geboten. Hier steht und fällt alles mit einem ordentlichen Unterbau. Den Zaun würde ich nur etappenweise bauen und die Bauabschnitte nicht zu groß wählen. Je länger man die Zaunabschnitte wählt, desto schwerer wird jeder Abschnitt und desto besser muss er gestützt werden, wenn man die Pfosten einbetoniert und bspw. Stabmattenzaun setzt.

Der komplette Innenausbau, der oft als Bausatzhaus angeboten wird, ist aus meiner Sicht nur zu empfehlen, wenn man selbst im Bereich Trockenbau arbeitet oder jemanden in der Familie hat, der Zeit und genug Erfahrung damit hat. Die Arbeit, die in so einem Innenausbau steckt, wird oft unterschätzt. Stellt euch vor, ihr kommt von Arbeit und MÜSST dann noch auf die Baustelle, damit es dort vorwärts geht. Das macht am Anfang Spaß, doch irgendwann kommt man an seine Grenzen.

Es gibt bei einigen Bauträgern auch die Möglichkeit, einzelne Gewerke oder Bestandteile (z.B. Sanitärkeramik) aus dem Vertrag rechnen zu lassen. Fliesenlegearbeiten und Elektrik sind oft Gewerke, die in Eigenleistung erstellt werden. Achtung! Die Elektrik muss von einem Meister abgenommen werden! Es gibt bei den ganzen Eigenleistungen viel zu beachten. Das sprengt jedoch an dieser Stelle den Rahmen. Wenn ihr Fragen dazu habt, kontaktiert mich bitte und wir stimmen individuell euer Konzept ab!

Euer Falk Löwe
Der Hausbaulöwe!

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