„Butter bei die Fische“ – Schlaumex Redewendung

Teilen:

Ursprung und Bedeutung der Redensart

„Butter bei die Fische“ ist eine klassische deutsche Redensart, die ihren Ursprung im Norddeutschen hat. Ursprünglich stammt der Ausdruck aus der traditionellen Küche der Küstenregionen. Dort wurde oft Fisch mit Butter serviert – ein einfaches, aber schmackhaftes Gericht. Die Redensart „Butter bei die Fische“ entstand, als man dazu aufforderte, bei der Zubereitung von Fisch auch die Butter hinzuzufügen, also „wirklich zur Sache zu kommen“ oder „es nicht nur bei der Theorie zu belassen“.

Übertragen auf den Alltag bedeutet „Butter bei die Fische“ so viel wie „Jetzt aber mal Klartext!“ oder „Komm zur Sache!“ Es wird verwendet, wenn jemand darum gebeten wird, endlich klare Worte zu finden, anstatt um den heißen Brei zu reden. Die Redensart fordert also dazu auf, endlich zu sagen, was Sache ist.

Die Redensart hat sich im Laufe der Zeit weit verbreitet und ist besonders in norddeutschen Regionen populär. Sie ist eine humorvolle, aber zugleich direkte Aufforderung, den Dingen auf den Grund zu gehen, ohne sich hinter langen Erklärungen zu verstecken.

 
Wann gibt es diese Redensart?

Die Redensart „Butter bei die Fische“ gibt es in der deutschen Sprache schon seit dem 19. Jahrhundert. Sie fand besonders in der Hanseatischen und norddeutschen Küche und Kultur Anwendung, wo die Zubereitung von Fischgerichten eine alltägliche Rolle spielte. Im Laufe der Jahre hat sich der Ausdruck dann über die regionalen Grenzen hinaus verbreitet und ist heute im gesamten deutschen Sprachraum bekannt.

 
Ich hab` da mal ein Beispiel…

Zwei Teenager, Anna und Max, stehen nach dem Unterricht in der Schulhalle und reden über eine anstehende Party.

Max: „Also, Anna, ich weiß nicht, ob ich da hingehen soll. Ich bin mir echt nicht sicher, ob das mit den Leuten da klappt. Was, wenn mir langweilig wird oder alle irgendwie komisch sind?“

Anna: „Du redest ja schon wieder wie immer – wie ein Buch mit sieben Siegeln! Du bist doch total unsicher. Jetzt mal ehrlich, Max, warum zögerst du?“#

Max: „Weil ich nicht genau weiß, was ich von der Party erwarten soll. Was, wenn es total schrecklich wird?“

Anna (lacht): „Komm, Max, Butter bei die Fische – wenn du keine Lust hast, sag’s doch einfach! Aber wenn du hin willst, dann mach’s! Wer nichts wagt, der nichts gewinnt.“

Max: „Okay, okay, du hast recht. Ich glaube, ich gehe hin. Ich will es wenigstens probieren.“

 
In diesem Beispiel fordert Anna Max auf, jetzt endlich Klartext zu sprechen und sich zu entscheiden, anstatt weiterhin hin und her zu schwanken. Sie verwendet die Redensart „Butter bei die Fische“, um ihm zu sagen, dass er nicht weiter um den heißen Brei herumreden soll, sondern einfach handeln soll.

 
Euer SCHLAUmex Creator
Amadeus

Teilen:
Warenkorb
  • Keine Artikel im Warenkorb.