Es gibt viele Menschen, die sich vor KI regelrecht fürchten und das teilweise zu Recht. Es gibt Arbeitsbereiche, die durch KI und Roboter-Technik bereits verschwunden sind oder in den kommenden Jahren noch eliminiert werden. Tätigkeiten mit wiederkehrendem Mustern, gleichen Arbeitsabläufen, etc. sind prädestiniert dafür, zukünftig von KI oder von Robotern inkl. KI ausgeführt zu werden. Doch wie wird die Arbeitsqualität aussehen?
Was die Geschwindigkeit angeht, mit der KI z.B. verschiedene Datenquellen jeder Art durchforsten kann, ist beispiellos. Des Weiteren braucht KI keine Erholungsphasen und funktioniert rund um die Uhr. Das kann die menschliche Arbeitskraft nicht einmal im Ansatz leisten. Doch wie zuverlässig sind die Ergebnisse? In meinem ersten Artikel habe ich bereits darauf hingewiesen, dass KI ihre Ergebnisse aufgrund von Wahrscheinlichkeiten ausgibt.
Ist KI grundsätzlich dumm?
Aus reiner Neugier habe ich diese Frage einer der KI`s gestellt. Folgende Antwort habe ich erhalten (Kurzform):
“KI ist nicht dumm im klassischen Sinn, sondern fundamental anders intelligent als Menschen. Sie berechnet Wahrscheinlichkeiten, welche Antwort oder welches Muster am besten passt. Wenn die Trainingsdaten verzerrt oder fehlerhaft sind, kann die KI falsche Muster lernen und kann schlechte Antworten geben. Sofern keine Qualitätskontrolle erfolgt und fehlerhafte Antworten korrigiert werden, kann es zu immer schlechteren Auswertungen kommen. Wird KI in Aufgaben eingesetzt, die sie nicht leisten kann, wie z.B. moralischen Entscheidungen treffen, kommt es zwangsläufig zu Fehlern.
In der Praxis versuchen Entwickler diese Risiken zu minimieren – durch saubere Daten, Feedback-Schleifen und Sicherheitsmechanismen.“
KI ist somit nicht von Natur aus dumm, sondern abhängig von den Datenquellen, der Lernumgebung und der Qualitätskontrolle. Das bringt mich zum nächsten Punkt – die KI mit Vorsicht genießen.
KI kann heute bereits in vielen Bereichen sehr gut unterstützen. Beispielsweise beim Auswerten von Statistiken, in der Bildbearbeitung, bei der Erstellung von Präsentationen und Vielem mehr. Auch in der Ausformulierung von Texten eignet sie sich ganz hervorragend. Doch Vorsicht! Glauben Sie nicht alles was Sie lesen und prüfen Sie ausgegebene Ergebnisse auf Plausibilität und hinterfragen Sie stets.
KI kann aufgrund fehlerhafter Informationen und zu wenig Prüfmechanismen falsche Fakten wiederholen bzw. halluzinieren. Das bedeutet, dass die KI Ihnen Ergebnisse auswirft, die zwar plausibel klingen, jedoch nicht korrekt sind.
Viele haben sich das Schreiben von Artikeln auf Social Media Plattformen mittels KI bereits zu eigen gemacht. Oft werden die Artikel jedoch nicht auf Plausibilität geprüft und einfach veröffentlicht. Auch existieren bereits Chatbots, die auf Ihre Postings in den Sozialen Medien antworten. Statt mit realen Personen zu kommunizieren (wofür Soziale Netzwerke in meinen Augen da sind), unterhalten sich viele bereits nur noch mit Maschinen. Diese Artikel und Fragen/Antworten tragen ebenso dazu bei, KI-Modelle zu trainieren.
Das Problem?
Wenn Artikel geschrieben, jedoch nicht verifiziert werden und die Fragen/Antworten, die sich unter einem solchen Beitrag tummeln nur noch von KI beantwortet wird, können sich massive Fehler einschleichen und zu falschen Mustern führen, die die KI abspeichert. Bereits heute sind statistisch 50-60% der Berichte aus der KI-Feder, nicht alle davon verifiziert. Da KI davon lernt, wird sie dadurch nicht unbedingt schlauer, sondern wird eher mehr zum Halluzinieren tendieren. Auch die KI-Anbieter haben dieses Problem längst erkannt und haben berechtigte Sorge über diese Entwicklung.
Deshalb mein Appell an Sie:
Durch unwahre Informationsausgaben der KI könnten Sie falsche Vorstellungen entwickeln und/oder Fehlinformationen in Ihrem Netzwerk verbreiten. Bleiben Sie deshalb stets kritisch, hinterfragen Sie die Antworten der KI und recherchieren Sie anderweitig, sofern Ihnen ein Ergebnis nicht plausibel erscheint. Lassen Sie sich zudem von der KI die entsprechenden Quellen mitteilen, damit Sie die Resultate überprüfen können. Hier ist Köpfchen und gesunder Menschenverstand gefragt, eine Qualität, die einer KI überlegen ist.
Fazit?
Nicht nur KI kann aufgrund schlechter Daten dumme Antworten geben, auch der Nutzer kann dümmer werden, wenn er Ergebnisse nicht verifiziert und hinterfragt.
Ihr Petar Puskaric



